Ilse Aigner in ihrem Element. Ich sehe sie nur, wenn sie gerade irgendwo eine Landwirtschaftsausstellung aufmacht, dann oft zusammen mit Gerd Sonnleitner, dem Präsidenten des Deutschen sowie des europäischen Bauernverbandes. In die Nachrichten geht sie auch, wenn wieder irgendeine neue Gesundheitskatastrophe ausgebrochen ist: Dioxin im Ei, Antibiotikum im Huhn, Gammel im Fleisch. Dann sagt sie, dass das nicht gut ist und dass man da was tun muss.
Aber warum tut sie dazwischen nichts, zwischen den „Skandalen“ und den Zuchtschauen ? Weshalb sagt sie im Fernsehen nicht, dass sie was gemerkt und die Katastrophe deshalb verboten hat ? Dass gar kein Dioxin mehr in die Eier kommen darf ? Kein Präparat ins Huhn ? Es schaut doch blöd aus, wenn die Chefin des BMELV immer nur auftritt, wenn schon alles zu spät ist.
Ja, es gibt jetzt die Kampagne „Zu gut für die Tonne“, aber wäre nicht mal auch die Aktion „Zu schlecht für den Teller“ nötig ? Sollte man beim Verbraucherschutz nicht beim Verbraucher ansetzen, sondern beim Produzenten ? Besser noch beim verkorksten System ? Dass der Verbraucher sieht: Oh, dieser Skandal ist gar nicht ausgebrochen, den hat die Ilse Aigner verhindert.
Übrigens: Die Aignerilse ist nicht korporiert. Sie ist Vizepräsidentin des Landesverbandes Oberbayern im Bund Deutscher Karneval (BDK). Ist dieser Landesverband mit dem Bauernverband zu vergleichen ?
Noch was: „Zu gut für die Tonne“ ist auch ein Motto des „Planspiel-Börse 2012“. Da wird sich die Ilse Aigner aber nachhaltig freuen ?
Erstaunt und kurz erfreut über die Schülerfrage: „Was halten Sie vom Wahlausgang ?“ – Schon anhebend zur differenziert formulierten Antwort, die Nachfrage: „Meinen sie, er hat Auswirkungen auf die Aktienkurse ?“ Sprachlosigkeit!
Goethe, dem Zeitgeist hinterher – bzw. ihm voran, hat auch diesen Ritus des Land-Grabbings schon bedichtet:
Braucht’s des ? (Gerhart Polt) Will ich das haben ? Ein doppeltes Nein. Hemden aus „hauchdünnen raschelnden Stoffen“, „knisternd und soft im Griff“, „glatt und kühl auf der Haut“. Man stelle sich nur einmal vor: dauerndes Geraschel in Hemd oder Hemdchen, die Zeitung zum Anziehen. Das Hemd bleibt fremd. Der Trend: Paper-Touch (sprich: Päjper Tatsch, Wöhrl, oder auch: Päpertatsch, Pumuckl-Stoffversand).
Ist das noch Demokratie ? Oder schon Defätismus, Wahlschmerz ? Selbstverdossenheit ?
Alle Preise klettern hoooch !
Eigentlich fällt mir nur Mehmet Scholl ein. Als Beispiel für Cross-Namer. Vorname und Familienname haben aus verschiedenen Kulturkreisen zusammengefunden. Aber wieso findet sich so was nicht öfter ? Mesut Schweinsteiger ? Bastian Özil ? Wären das nicht Namen, die sich um die Integration verdient machen ? Die türkischstämmige Familie könnte zeigen, dass sie in Deutschland angekommen ist: Paul Özdemir, die Deutschen würden sich als aufgeschlossene MirsanIhr-Eltern erweisen: Turgut Huber. Sogar die Vokalharmonie ließe sich wahren.
Empört euch! Wehrt euch! Vernetzt Euch! Engagiert euch! Indignez-vous! Werdet militant!
Opa Stéphane unterm Schirm. Zugegeben, ich hab ihn Comandanta Camila zugesellt. Unter ihren purpurnen Schutzschirm platziert. Die Schöne und der Rabauke. Jung und Alt vereint in Aufruhr. Empörung. Darüber, dass sich keiner empört. Außer der spanischen Protestbewegung. ¡Hasta la victoria siempre!
Günther Jauch verdient in seiner Talkshow am Sonntagabend, lese ich, knapp 5000 €. Gut, das verdient ein mittlerer Lehrer auch, brutto beide, nur arbeitet der Lehrer dafür einen Monat. Jauch verdient das Geld, nein, nicht für die Sendung, sondern für eine Minute davon. Da geht natürlich die Steuer davon ab, Spitzensteuer, 45%, bleibt also nicht viel. 2500.
Jemand, der sich dort auskennt, hat gesagt, dass die Fußballprofis vormittags trainieren, deshalb nachmittags frei haben und dann nicht wissen, was sie tun sollen. Haushalt, Autowaschen oder ähnlich Banales lassen sie erledigen, also ist ihnen soo langweilig. Was tun ? Gehen sie halt in die Tätowierstube. Ichdenkmal, ich mach mir ein 
Das ultimative Mittel des Rechtsstaats gegen aufsässige Kriminelle ist eine Wandfarbe. Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) will erproben, ob sich aggressive Vergewaltiger, Mörder und Drogenhändler in einer zartrosafarbenen Umgebung schneller beruhigen als in einer weißen. Echte Kerle (s)t(r)icken rosa.
Ist das ultimative Mittel der SPD gegen potenzielle Wähler auch eine Wandfarbe ? Was will die Partei mit ihrem hintergründigen Purpur erproben ? Noch schneller zur Ruhe kommen ? In den Parteienhimmel mit einer Kirchenfarbe ? Erzengel
Aus seiner niederbayerischen Heimat Niederbayern hinaus in die Welt. Der Mann vom Land fürs Land sucht den Anschluss.
Die Letter als Solitär. Einzelgänger, die keinen Zusammenhang finden. Der Verlust des Buchstabenkollektivs. Die Freiheit in der bürgerlichen Gesellschaft als Freiheit des Menschen als isolierte auf sich zurückgezogene Monade. (Marx) Untergang. Abendland.
- Pute mit Brokkoli, Birne und Kartoffel
Nehmt Euch in Acht vorm großen Weib im silberreihergrauen Glitzerkleid. Ilsebillen, allesamt.