Verfasst von: vomhoellenhund | 05/30/2012

Kuhkopf am Verbraucherstand

Ilse Aigner in ihrem Element. Ich sehe sie nur, wenn sie gerade irgendwo eine Landwirtschaftsausstellung aufmacht, dann oft zusammen mit Gerd Sonnleitner, dem Präsidenten des Deutschen sowie des europäischen Bauernverbandes. In die Nachrichten geht sie auch, wenn wieder irgendeine neue Gesundheitskatastrophe ausgebrochen ist: Dioxin im Ei, Antibiotikum im Huhn, Gammel im Fleisch. Dann sagt sie, dass das nicht gut ist und dass man da was tun muss.

Aber warum tut sie dazwischen nichts, zwischen den „Skandalen“ und den Zuchtschauen ? Weshalb sagt sie im Fernsehen nicht, dass sie was gemerkt und die Katastrophe deshalb verboten hat ? Dass gar kein Dioxin mehr in die Eier kommen darf ? Kein Präparat ins Huhn ? Es schaut doch blöd aus, wenn die Chefin des BMELV immer nur auftritt, wenn schon alles zu spät ist.

Ja, es gibt jetzt die Kampagne „Zu gut für die Tonne“, aber wäre nicht mal auch die Aktion „Zu schlecht für den Teller“ nötig ? Sollte man beim Verbraucherschutz nicht beim Verbraucher ansetzen, sondern beim Produzenten ? Besser noch beim verkorksten System ? Dass der Verbraucher sieht: Oh, dieser Skandal ist gar nicht ausgebrochen, den hat die Ilse Aigner verhindert.

Übrigens: Die Aignerilse ist nicht korporiert. Sie ist Vizepräsidentin des Landesverbandes Oberbayern im Bund Deutscher Karneval (BDK). Ist dieser Landesverband mit dem Bauernverband zu vergleichen ?

Noch was: „Zu gut für die Tonne“ ist auch ein Motto des „Planspiel-Börse 2012“. Da wird sich die Ilse Aigner aber nachhaltig freuen ?

Verfasst von: vomhoellenhund | 05/28/2012

Jungbullen

Erstaunt und kurz erfreut über die Schülerfrage: „Was halten Sie vom Wahlausgang ?“ – Schon anhebend zur differenziert formulierten Antwort, die Nachfrage: „Meinen sie, er hat Auswirkungen auf die Aktienkurse ?“ Sprachlosigkeit!

In der Zeitung vom 23. Mai: Jugendliche werden heute nicht mehr vom Heroin abhängig, sondern vom Glücksspiel (Drogenschutzbericht/ Glücksspielverordnung/ Suchtprävention).

Dazu passt: das „Planspiel Börse“, eine Initiative der Sparkassen-Finanzgruppe. Ein SPIEL. Alle Jahre wieder. „;-)“ (Zitat Planspiel Börse)

Minderjährige werden angehalten, „spielend“ mit Aktien zu spekulieren. „Gewonnen haben die Teilnehmer, die zum Schluss den höchsten Depotwert oder den höchsten Ertrag mit nachhaltigen Wertpapieren erreicht haben.“ Die Sieger werden in der Zeitung präsentiert, der Direktor gratuliert.

Spielende Vorbereitung aufs Leben. Nicht für die Schule lernen wir. Junganleger gegen Arbeitsplätze und Griechen. Die Wahlergebnisse werden marktkonform. Jungbullen.

Verführung Minderjähriger. Das kam in alten Zeiten im Religionsunterricht vor. Heute machts die Börse als Ersatzreligion. Schneller ins Jenseits ohne Aufwand und Anstand. Wo sind die Jungen, die sich mit den Banken und Wirtschaftslehrern anlegen ? Haben gerade die, die es betrifft, aus den Krisen nichts gelernt ?  Indignez-vous! ?

Letzte Stunde im Kurs, 11. Klasse: Wer kennt den Namen Josef Ackermann ? – Niemand. Was sonst. Aber spekulieren sollen sie.

Übrigens: Das Bild zeigt das Motto der diesjährigen Kampagne: die Nachhaltigkeit. Stehen die Weizenähren für die Lebensmittelspekulation ? Das Käsehäuschen für Immobilienblasen ? Und welcher geniale Grafiker zeichnet für die gelungene Collage verantwortlich ?
„Eine ausgewogene und gesunde Ernährung bildet die Lebensgrundlage der Menschen. Viele können sich aber eine Grundversorgung mit frischem Wasser und Brot nicht leisten, während in den großen Industriestaaten gut erhaltene Lebensmittel in großen Mengen in der Mülltonne landen. Einige Lebensmittel haben tausende Kilometer hinter sich, bis sie auf unserem Teller landen. Kann das nachhaltig sein? – Nein. Aber wie ist nachhaltige Ernährung möglich und was bedeutet Fair Trade?“

Brauchen die Schüler dazu die Börse ? Meinen sie, die Ernährung hat Auswirkungen auf die Aktienkurse ? Marktkonforme Ernährung ? Kann das nachhaltig sein ?

Auch hier: Sprachlos.

Verfasst von: vomhoellenhund | 05/20/2012

Kultische Ausgrabungen

Goethe, dem Zeitgeist hinterher – bzw. ihm voran, hat auch diesen Ritus des Land-Grabbings schon bedichtet:

Mit allen Wurzeln
Hob ich es aus,
Und trugs zum Garten
Am hübschen Haus.

Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort;
Nun zweigt und blüht es
Mir immer fort.

Poetisch, wie er war, verklärte er zum Blümlein, was wir Heutigen heilignüchtern den Elfmeterpunkt nennen. Reliquie beides.

Romantisch, fast klassisch, allein im lodernden Inferno, vergessen all die anderen Sorgen und sich selbst, nur den Elfmeterpunkt in Blick und Sinn: So kniet der heilige Hooligan im Grün der Düsseldorfer ESPRIT arena. Martin Walser wird seine Freude daran haben wie am Kniefall Schweinsteigers. Der Reliquiar als Sieger. „Klar, dabei geht einiges kaputt, aber keiner will etwas Böses.“ (Campino) 

Nun, ESPRIT könnte Zeit-Geist heißen und dazu wieder Goethe: „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, Das ist im Grund der Herren eigner Geist, In dem die Zeiten sich bespiegeln.“ (Faust)

Den kultischen Charakter des Elfmeterpunkts spiegelt auch das: „Osgood spielte von 1964 bis 1974 für Chelsea und ist der einzige Spieler, der mit einer Statue geehrt wurde. Nach seinem Tod im Jahr 2006 wurde seine Asche unter einem der Elfmeterpunkte im Stadion eingegraben.“ (SZ)

Suchte der einsame Ausgräber vielleicht mehr ? Haben die in Düsseldorf auch einen der ihren verbuddelt ?

Übrigens, wieder nüchtern betrachtet: Falls es nach Entfernung des Elfmeterpunkts dennoch zum Penalty kommen sollte, könnte man stattdessen problemlos Einputten.

Ernüchternde Zahlen: Der Durchmesser des Elfmeterpunktes beträgt 22 cm, er besteht meistens aus Kalk, darunter findet sich ein wenig Rasen und die Heizung desselben. Oder doch die Wurzeln des Vereins ?

Die Frage, was der Fan mit dem Elfmeterpunkt macht, nachdem er ihn vom heißen Stadion zum „kühlen Ort“ am „hübschen Haus“ getragen hat, greift die SZ in ihrem Streiflicht vom 18. Mai auf:
“Was macht man zu Hause mit einem Elfmeterpunkt? Gewissermaßen lebt der ja noch. Pflanzt man ihn also irgendwo ein, muss er ins Gewächshaus? Hält man den Rasen mit der Nagelschere kurz, und darf man behutsam nachkalken, wenn sich der Kreidepunkt allmählich eintrübt? Wäre es eine gute Idee, den Elfmeterpunkt jenen jungen Frauen zu präsentieren, die zum ersten Mal die muffige Fanhöhle betreten? Und, vorausgesetzt der größte Fan-Trottel würde sich als Serientäter erweisen: Wäre das eine Frage, die die jungen Frauen endgültig aus den Schuhen haut: ‘Darf ich Ihnen meine Elfmeterpunktsammlung zeigen?’”

Kult. Sind nach dem Punkt jetzt auch die Linien in Gefahr ?

Verfasst von: vomhoellenhund | 05/19/2012

Paper Touch

Braucht’s des ? (Gerhart Polt) Will ich das haben ? Ein doppeltes Nein. Hemden aus „hauchdünnen raschelnden Stoffen“, „knisternd und soft im Griff“, „glatt und kühl auf der Haut“. Man stelle sich nur einmal vor: dauerndes Geraschel in Hemd oder Hemdchen, die Zeitung zum Anziehen. Das Hemd bleibt fremd. Der Trend: Paper-Touch (sprich: Päjper Tatsch, Wöhrl, oder auch: Päpertatsch, Pumuckl-Stoffversand).

Mir kommt das einfach nicht zeitgemäß vor. Es gibt doch schon intelligente Kleidung mit echtem Touch, interaktiv, mitdenkend. Wohl auch nichtraschelnd, vielleicht nicht ganz so kühl. Wozu brauch ich da das papierene Hemdchen ? Kann man es wenigstens beschreiben ? Als Einkaufszettel benutzen, Handynummern draufkritzeln ?

Die weitere Recherche führt alsbald nach rechts in sinistre Abgründe: Auch GSG 9 (GSG 9 ?) bietet ein Hemd in Paper touch-Qualität an. Ein sogenanntes Bullet Hemd mit Frontstickerei aus der Shot-Up Kollektion. Das Besondere daran: „Jedes Teil der exclusiven GSG 9 Bullet Kollektion wird bei GSG vor der Auslieferung beschossen. So erhält jedes Teil seinen eigenen individuellen Charakter.
Schmauchspuren und echte Einschusslöcher auf dem Stern (Aufnäher) von GSG-9 Bullet machen jedes Bekleidungsstück zu einem absoluten Unikat und einmalig auf der Welt. Die für diese Artikel verschossenen Patronenhülsen liegen jedem Artikel als Echtheitsnachweis bei.“

Wo bin ich da hineingeraten ? Gibt es Leute, die so was tragen ? Und was macht hier den besonderen Reiz des Paper-Touch aus. Das Rascheln beim Einschuss ? Lasst diesen Trend an mir vorüberknistern, sonst entdecke ich womöglich noch weitere perverse Klamotten.

Andererseits: Papiertaschentücher (sprich: Klihnex) benutze ich ja auch.

Nachtrag: Paper Touch hat auch zur virtuellen Welt zurückgefunden:
„Das LG Paper Touch Phone wird vier mal ausgeklappt, bevor ein Tablet zum Vorschein kommt. Durch ein elastisches Material wird die Faltfähigkeit verbessert. Wenn man das Phone ganz auseinander faltet, kommt der OLED Display zum Vorschein. Durch das leichte Material wäre das Tablet-Phone leicht handzuhaben und würde auch in jede Hosentasche passen.“ Wäre es nicht romantisch, wenn es sich dort mit dem Kleenex paart und gänzlich abstruse Paper-Touch-Sachen zeugt ?

Anmerkung: Hier vermittelt die Abbildung nur eine Sehhilfe. Das kühle Knistern müsste man mit Bordmitteln erzeugen.

Verfasst von: vomhoellenhund | 05/05/2012

Wahl-Charts

Ist das noch Demokratie ? Oder schon Defätismus, Wahlschmerz ? Selbstverdossenheit ?

Volatile Wähler. Geprägt von Nominieren, Voting, Ranking, Charts.
Lena, letztes Jahr top, Abstieg, Souvenir, Kommemoration.
FDP, 2009 noch auf Platz 3, findet sich zurzeit nur noch unter ferner liefen.
Die Piraten, der Aufsteiger der Woche, new entry, schon auf Platz 4.
Nächste Woche ? Nächste Sau. (Aiwanger ?)

Der Fehler ist, dass im Politranking der Chartplatz für unvorhersehbare 4 (!) Jahre gilt. Die FDP, 2009 noch bei fast 15%, ist inzwischen fast Souvenir, bekannt nur noch ein paar Älteren. Aber die Partei, die inzwischen die Top Ten verlassen hat, bestimmt immer noch entscheidend (?) die Politik mit. Die Grünen sitzen in BaWü in der Regierung, wer will sie dort noch ? Es gibt ja auch neue Contents: ACTA. Möglicherweise auch schon Souvenir ? Aber wer erinnert sich noch ?

Die Wahl der Piratenpartei wird die Wiederholung nicht als Farce, sondern der Farce. Fällt sie einen Tag nach der Wahl aus den Charts, haben wir sie doch noch weitere 4 Jahre im Nacken. Gut, sie wird nicht koalieren, aber Koalitionen herbeisteuern.

Das ist halt Demokratie. Vielleicht sollte man aber das Verfahren an die Beschleunigungen anpassen und alle zwei Jahre neu wählen. Jedes Jahr wäre noch besser, um Wahlfehler zu korrigieren. Oder gleich nach der Wahl ? Nach der Wahl ist vor der Wahl. Oder inzwischen kaum mehr bekannte Parteien rausvoten. Jeden Monat ? Sollte man sich an den Kurven der Börsen orientieren ? Das psychologische Moment stärker gewichten ? Lemminge befragen ? Oder die Entscheidungen gleich an die Rating-Agenturen delegieren ?

Übrigens, und das sollte man auch nicht geringschätzen:
„Glücklich ein Land, das solche Populisten hat.“ (Stefan Reinecke, taz)

Verfasst von: vomhoellenhund | 04/30/2012

Preisklettern

Alle Preise klettern hoooch !

Wahrscheinlich ist die Idee naiv. Wieso werden denn die Benzinpreise oftmals am Tag hinaufgesetzt ? Weil es dazu bloß eines Klicks bedarf. Früher stieg der Tankwart selbst hoch, wenn er anzeigen wollte, dass auch der Preis gestiegen war. Würde es sich dieser Tankwart bieten lassen, dass er oftmals am Tag auf die Leiter getrieben wird, wenn es seinem Konzern einfällt, den Preis zu treiben ?

Kein Eingriff in die freie Tankwirtschaft, bloß das Zurück zu den selbstgehängten Preisen. Die natürlich so hoch gehängt werden müssten, dass man sie schon von weitem sieht. Würde sich daran nicht auch die Konkurrenz orientieren ?

Naiv ? Würden die Tankstellen einen Mann gleich oben bei den Preisen lassen ? Wie der Mann im Krähennest bei den Piraten ?

Andererseits: Ließe sich die Idee des Zurück zum Handbetrieb nicht ausbauen ? Und würde so schnelle Sprünge bei den Preisen und sonst wo verhüten ? Die von eigener Hand gehobene und gesenkte Schranke, wenn man ins Parkhaus will. Die verhinderten Politikerstatements, wenn sie selbst tanken denken müssten.

Ich warte auf weitere Vorschläge, bin aber optimistisch, dass sich die Idee durchsetzen wird.

Verfasst von: vomhoellenhund | 04/28/2012

Nameling

Eigentlich fällt mir nur Mehmet Scholl ein. Als Beispiel für Cross-Namer. Vorname und Familienname haben aus verschiedenen Kulturkreisen zusammengefunden. Aber wieso findet sich so was nicht öfter ? Mesut Schweinsteiger ? Bastian Özil ? Wären das nicht Namen, die sich um die Integration verdient machen ? Die türkischstämmige Familie könnte zeigen, dass sie in Deutschland angekommen ist: Paul Özdemir, die Deutschen würden sich als aufgeschlossene MirsanIhr-Eltern erweisen: Turgut Huber. Sogar die Vokalharmonie ließe sich wahren.

Gülsüm Müller, Müllers Hübsche. Aydan Mayer, glanzvoll und schön wie der Mond. Max Gökoğlan, Moritz Papadopoulos. Ist das nicht ein weites Feld ? Nicht nur, aber gerade der Sport könnte hier doch namenverbindend wirken ?

Da sich auch die phänotypischen Markierungen zusehends auflösen, wäre die dritte Generation endgültig im globalen Branding dahoam. Wäre das nicht ein Weg ? Man muss ihn nur einschlagen.

Ein peripheres Problem ist, dass sich zuweilen aus den noch fremden Namen die Geschlechtszugehörigkeit nicht eindeutig ablesen lässt. Ist Nilay ein Junge ? Emre ein Mädchen ? Mutlu der oder die Glückliche ? Aber hier hat die Piratenpartei die Lösung in ihrem Programm: „Der Zwang zum geschlechtseindeutigen Vornamen ist abzuschaffen.“ Wäre damit nicht auch manche Zweideutigkeit in Deutschland erreicht: Simone Laudehr, genannt Simon ? Luis oder Luisa: egal ? Postgender ? Criss-Cross-Naming.

Es gibt auch einen neuen Trend, den ich bisher kaum ahnte: “Nameling“: „Wir wissen, wie schwer es ist, einen Namen für das eigene Baby zu finden. Der Name soll natürlich so einzigartig wie das Kind selbst sein – aber auch zum eigenen kulturellen und familiären Hintergrund passen. Nameling versucht Dich bei der Suche nach einem passenden Namen zu unterstützen.“

Übrigens: Der Name „Ling“ (chinesisch) kann als Mädchen- und als „Unisex“-Name verwendet werden. Er bedeutet „Morgenröte“. (Türkisch: Güner) Mehmet Scholl wurde als Mehmet Yüksel geboren, zum Scholl kam er durch Patchwork. Mehmet/Mohammed ist der häufigste Vorname der Welt und Englands. Der häufigste Nachname der Welt ist Chang. Ein weiteres weites Feld für Namensinspirationen. Özdemirs Kinder heißen Mia Rasha and Vito Yunus. Kultimulti ? Finden da nicht Kinder- und Autonamen aufs Schönste zusammen ?

Ein sehr schöner Vorname kommt allerdings in Deutschland nur 12x vor. Krassimir – bulgarisch für “Schöne Welt”. Ich hab ihn immer falsch etymologisert: krasí (griech. Wein) und mir (russ. Frieden).

Verfasst von: vomhoellenhund | 04/15/2012

Stéphane und Camila

Empört euch! Wehrt euch! Vernetzt Euch! Engagiert euch! Indignez-vous! Werdet militant!

Ist das nicht wie beim Kochbuch ? Man kauft es und meint, man hätte schon gekocht. Ohne sich seines wirklich zu bedienen. Empört euch! OK. Gekauft – empört. Alles wird gut. Alles bleibt, wie’s ist ? Ersatzbefriedigung ? Zur Ergänzung zwei Wochen Camping in der Stadtmitte. Wenn das Wetter gut ist und wenn’s die Polizei erlaubt. “Unsäglich albern” (Gauck) ?

Opa Stéphane unterm Schirm. Zugegeben, ich hab ihn Comandanta Camila zugesellt. Unter ihren purpurnen Schutzschirm platziert. Die Schöne und der Rabauke. Jung und Alt vereint in Aufruhr. Empörung. Darüber, dass sich keiner empört. Außer der spanischen Protestbewegung. ¡Hasta la victoria siempre!

Oder ist Camila Vallejo, 23, die der chilenischen Studentenbewegung “ein Gesicht gibt”, auch nur Dekorationsartikel, Wandbehang wie Che vor 40 Jahren ? Guerrillera Heroica ?

Heißt die Verschwörung von Altjung, dass jetzt die mittleren Generationen in die Zange, vielleicht auch unter den Schirm genommen werden und alles ist gut ? Unterschlupf vor der “abstrakten Zeit“ (E.-W. Händler)

Ist die Militanz eine Bewegung, die zischt ? Der kommende Aufstand ? Eine Zeit der Flugschriften ? Jeder wirft eine in die Welt hinaus. Heribert Prantl aus Nittenau: „Wir sind viele.“ Jutta Ditfurth erklärt, „Worum es geht“. Das gute Gewissen für 5€ ? Kein Ende zu sehen. Ein Sinn ?

Übrigens: Wo sind die deutschen Comandantas, die deutschen altmilitanten Rabauken ? ? ? ? ? ? ? ? Günter Grass ? 10 Jahre jünger als Hessel, deshalb noch zu jung ? Und wer käme von den Jungen in Frage ? ? ? Junge ? Gibt es die überhaupt bei uns in Deutschland ?

Verfasst von: vomhoellenhund | 04/11/2012

Nummer Jauch

Günther Jauch verdient in seiner Talkshow am Sonntagabend, lese ich, knapp 5000 €. Gut, das verdient ein mittlerer Lehrer auch, brutto beide, nur arbeitet der Lehrer dafür einen Monat. Jauch verdient das Geld, nein, nicht für die Sendung, sondern für eine Minute davon. Da geht natürlich die Steuer davon ab, Spitzensteuer, 45%, bleibt also nicht viel. 2500.

Ich gönn’ ihm das natürlich, er verdient es ja. „Ich hab mich zur Gerechtigkeitsnummer noch nie geäußert.“ (Jauch, ich auch nicht.) „Ich habe mich auch noch nie beklagt.“ (Jauch) Das allerdings erstaunt. Nicht mich, denn ich bezahle ihn ja. Gerne. Für seine Arbeit bei der ARD, nicht bei RTL, das ist geschenkt. Allerdings seh ich ihn bei RTL lieber, weil die Gäste nicht überwiegend Profinichtsnutze sind.

Andererseits wird Jauch bei RTL in letzter Zeit auf billige Weise altherrenschlüpfrig (‚Ich komm dann mal so von hinten in Sie rein’), was den Gedanken nahelegt, dass nichts mehr geht, dass die Quote sinkt. Ist das der nicht mehr blockierte Durchbruch des Biedersinns ? Biedermann Jauch. Entlarvend für den Zuschauer, also für mich, ist jedes Mal auch der Blick auf die angepriesenen Produkte in den Werbepausen bei WWM: Corega, Granufink, Tadalafil, Apothekenumschau.

Zurück zum Talk und meinem Dilemma: Müsste ich die Talkshow, wenn ich sie schon bezahle, nicht auch ansehen ? Werfe ich nicht minütlich Tausende von Euro zum Fenster raus, wenn ich abschalte ? Andererseits würde es mir noch mehr Qualen bereiten, wenn ich einschalte. Herr Erlinger !?

Übrigens: Was meint Jauch eigentlich mit dem Wort „Gerechtigkeitsnummer“ ? Ist das zu vergleichen mit Zirkus“nummer“ ? Ist ein Nummernkonto gemeint ? Verarscht er damit die, die wirklich was arbeiten, ohne dass sie dabei Zuschauer brauchen, die die Arbeit bezahlen ? „Wer viel verdient, verdient eben auch viel,“ schreibt Jakob Augstein und bezeichnet das als „moralische Degenerierung“. Gilt das auch für Jauch ?

Immerhin: Bei Jauchs Salär wird es ihm nicht in den Sinn kommen, Bundespräsident werden zu wollen. Bei den paar Ehrenkröten.

Natürlich: Wenn von Jauch die Rede ist, darf man zu Gottschalk nicht schweigen. Gottschalk ist der ältere, wirkt deshalb auch routinierter in seinen Altherrenwitzen. Was er verdient, ist mir egal, ob er klagt auch. Seltsam aber schon: Während Jauch perenniert, wirkt Gottschalk arg depraviert. Was soll das bedeuten ? Ist das gerecht ? Ist das die Nummer, die Gottschalk gezogen hat ? Eigentlich egal. Gottschalk muss man nicht anschauen, er erscheint nicht mehr live.

Übrigens: Wer ist die Frau auf dem Bild ?

Verfasst von: vomhoellenhund | 04/04/2012

Fußballerhäute

Jemand, der sich dort auskennt, hat gesagt, dass die Fußballprofis vormittags trainieren, deshalb nachmittags frei haben und dann nicht wissen, was sie tun sollen. Haushalt, Autowaschen oder ähnlich Banales lassen sie erledigen, also ist ihnen soo langweilig. Was tun ? Gehen sie halt in die Tätowierstube. Ichdenkmal, ich mach mir ein Tattoo.

Jetzt käme die Frage: Was soll ich mir einstechen lassen ? Immerhin sind bis zu 2 Quadratmeter zu füllen. Methode 1: flächendeckend, wuchernd, Hauptsache, mehr als der andere. Die Haut als „Repräsentationsorgan“: Das Tattoo als Nachweis der Männlichkeit ? Ischbin doch nicht schwul, oder was? Ich tätowiere, also bin ich. „Wenn Sie alles über mich wissen wollen, sehen sie sich die Oberfläche meiner Haut an. Dahinter ist nichts!“ (Andy Warhol) – Poleposition: Marco Materazzi, 193, also großflächig, “fiel immer wieder durch grobe Unsportlichkeiten auf“ (wikipedia). „Von weitem scho kon a jeder sehng, des is a Depp!“ (Haindling). Das Ganze im Designerlook: David Beckham, the bender.

Methode 2: Gezielt Stechen. Beispiel: Marco Reus: Tattoo auf dem Unterarm: MARCO 31.05.1989. Name und Geburtsdatum, sinnvoll, denn jetzt weiß Marco immer, wie er heißt. Beim Alter wird’s schon schwieriger, weil er da nachrechnen müsste. Ichdenkmal, ich bin jetzt … ? Wäre wohl besser gewesen, er hätte sich gleich das Alter nadeln lassen ? Alexander Esswein denkt nicht – an sich, sondern an „Oma Hildegard“. Wie lieb, oder Parodie ? Ichdenkmalnicht. Problematischer wird’s, wenn man Thementattoos wählt, wie Markus Babbel. Der lässt sich alle Vereine gravieren, bei denen er schon gespielt oder die er schon trainiert hat. Da können auch die 2m² schon mal knapp werden.

Tipps für Thementattoos: Mein Marktwert – Opa Hanspeter – geschossene Tore (nachmittags ergänzbar, mehr für Angreifer) – Abseitsregel – …

Ich frage mich natürlich, womit haben die Fußballer ihre Nachmittage gefüllt, als Tattoos noch dem Seebären Hein Blöd vorbehalten waren ? Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Maxl Morlock ? Keine Hautmalereien ? Und ist Jogi Löw wirklich ungeschmückt ? Wenn er ein Tattoo hat, dann was und wo ?

Das letzte Problem: Der Fußballer als Vorbild. Will nicht jeder kleine Italiener ein Materazzi sein, jedes deutsche Kind wie Esswein, mancher Krabbler gar wie Babbel ? Irgendwann wird sich der Nachwuchs nicht mehr mit dem Abziehbild zufrieden geben. Müsste da der DFB nicht vorbeugend eingreifen ? „Keine Macht den Nadeln!“ Gelbe Pflichtkarten fürs Sehenlassen des bemalten Bauchs beim Leiberl-Lupfen ?

Übrigens: Was ist mit den Mädels ? Kein Bock auf einen Guerilla-Tramp-Stamp, Simone Laudehr ?

Nachtrag: Simone hat schon einen Stichling. Auf dem Arm und dort lodert: „Lieber Gott schütze meine Familie.“ Auf Rumänisch. Hildegard Bunică .

Verfasst von: vomhoellenhund | 03/30/2012

#A411169 zischt

Das ultimative Mittel des Rechtsstaats gegen aufsässige Kriminelle ist eine Wandfarbe. Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) will erproben, ob sich aggressive Vergewaltiger, Mörder und Drogenhändler in einer zartrosafarbenen Umgebung schneller beruhigen als in einer weißen. Echte Kerle (s)t(r)icken rosa.

Die Bediensteten der JVA Dortmund hätten sich “vehement” gegen den Anstrich ausgesprochen, “da dieser Farbton mit erheblichen Vorurteilen belastet sei”, schreibt Peter Biesenbach (CDU). Und weiter: Es sei doch davon auszugehen, dass die Unterbringung in einer pinkfarbenen Zelle “gerade in dem vielfach von körperlicher Stärke und aggressiver Männlichkeit dominierten Haftalltag als Demütigung empfunden und im Ergebnis zusätzliche Spannungen auslösen wird”.

Ist das ultimative Mittel der SPD gegen potenzielle Wähler auch eine Wandfarbe ? Was will die Partei mit ihrem hintergründigen Purpur erproben ? Noch schneller zur Ruhe kommen ? In den Parteienhimmel mit einer Kirchenfarbe ? Erzengel
Gabriel ? Oder hat Andrea Nahles recht, wenn sie sagt, die neue Farbe „zischt“ ? Und was meint sie damit ? Sich selbst ?
Sieht die SPD im neuen Farblook ein Gegenmittel gegen Merkels demütigende Hosenanzugstöne ? 

Ist Peter Biesenbach auch gegen diesen neuen Anstrich der Gegenpartei, “da dieser Farbton mit erheblichen Vorurteilen belastet“ ist ? Sieht er im Gabriel die „aggressive Männlichkeit“ verkörpert ?

Mich erinnern diese Farbversuche an meinen selbstgestrichenen Schreibtisch in den 70er Jahren. Rückwärts, Genossen, dass es zischt!

Verfasst von: vomhoellenhund | 03/20/2012

Viererkoalition

Aus seiner niederbayerischen Heimat Niederbayern hinaus in die Welt. Der Mann vom Land fürs Land sucht den Anschluss.

Weil die Europa- und Geldpolitk im Spektrum der Freien Wähler grad noch gefehlt hat, sucht Hubert Aiwanger nach Mitstreitern und Ideengebern und findet einen in Hans-Olaf Henkel. Wächst da zusammen, was zueinander passt ? Henkel als „Türöffner“, Aiwanger als „Stallbursche“ ?

„So hat sich Henkel beispielsweise während der Sarrazin-Debatte als vorbehaltloser Unterstützer des Rechtspopulisten zu Wort gemeldet. Henkel ist ferner regelmäßiger Gastautor der nationalkonservativen Zeitung „Junge Freiheit“, die als zentrales Sprachrohr der „Neuen Rechten“ gilt. Henkels politische Linie, die zwischen libertärer Wirtschaftspolitik und erzkonservativen gesellschaftspolitischen Ansichten verläuft, ist diesseits des Atlantiks relativ selten – in den USA ist diese Mischung durch die Tea Party sowohl bekannt als auch berüchtigt.“, schreibt Jens Berger auf nachdenkseiten.de. Sogar Alexander Dobrindt erkennt, dass Aiwanger die Klientel der CSU bedient. Er, Aiwanger, mache „die Freien Wähler zur Reste-Ecke für Politik-Irrläufer.“

Passt denn da der SP-Dude noch dazwischen ? Oder schäumt und schweigt er ? War gar der Henkel auch schon zu Besuch auf Aiwangers Hof und hat Schweinchen hochgehalten ? Noch nicht denkbar (?): Wie würde sich erst Claudia Roth in ihrem Landfrauenlook beim Schweinestemmen ausnehmen ?

Gibt’s also bald eine große Schweinerei: Ich kenne keine politischen Programme mehr, nur noch Ferkel ? Sind das die Aussichten auf einen „Machtwechsel“ in Bayern ? Sollte man, wenn es dann  immer noch nicht reichen sollte mit FWSPDGrün, auch noch die Piraten mit in den Trog holen ?

Darauf einen Opfelsoft !

Verfasst von: vomhoellenhund | 03/11/2012

Untergang der Schnürlischrift

Die Letter als Solitär. Einzelgänger, die keinen Zusammenhang finden. Der Verlust des Buchstabenkollektivs. Die Freiheit in der bürgerlichen Gesellschaft als Freiheit des Menschen als isolierte auf sich zurückgezogene Monade. (Marx) Untergang. Abendland.

Schreiben wie gedruckt. Drucken wie geschrieben. Heute gibt es auch Schriftarten, mit denen man Handschrift nachahmt. Kurrentschriften. Weshalb sollte man da nicht auch beim Schreiben das Drucken simulieren ? Für die Lerner ist’s egal. Für die Leser auch. In allen „Ausgangsschriften“ kann man schönschreiben. In allen auch holprig. Die VA ist nur zu lesen, wenn sie gut geschrieben ist. Die neue Grundschrift können vielleicht alle. Lernen und lesen.

Sieht die LA nur deshalb am schönsten aus, weil’s die ist, die man selbst gelernt hat ? Oder hat sie einfach was Harmonisches. Kurrentes ? Wirkt sie nicht am unmonadigsten ? Eine Hochzeit der bürgerlichen Gesellschaft ? Nostalgie ?

Die Frage ist wohl die, ob überhaupt noch selbst geschrieben wird. Wieso mit der Hand, wenn’s der Computer genauso hinkriegt ?

Übrigens: Ist es nicht auch für die Mehrzahl der Lehrer einfacher und zeitigt bessere Ergebnisse, wenn sie die neue Grundschrift lernen und auch anwenden ?

Außerdem: Wer ist eigentlich diese Lisa ?

Verfasst von: vomhoellenhund | 03/04/2012

Caelum Canis

- Pute mit Brokkoli, Birne und Kartoffel
- Pangasius mit Fenchel, Buchweizen und Magerjoghurt
- Wild Light mit Gurke, Pfirsich und Löwenzahn
- Struppis, verschied.Sorten – Erhältlich in Geflügel, Apfel & Naturhonig / Kaninchen mit Dinkel & Holunderbeeren / Lamm mit Spinat & Kräutern / Ente mit Apfel & Banane

Kommt da nicht speichelnder Neid auf ? Läuft Struppi da nicht akute Gefahr, dass ich von seinem Tellerchen nasche ? Muss er sogar lernen, mit Messer & Gabel zu fressen ? Oder mit Stäbchen, wenn’s ein Chinahund ist und er nicht selbst gefressen wird ?

Das Angebot stammt von einer oberbayerischen Traditionsmetzgerei und deckt den Tagesbedarf eines Hartz-IV-Hundes. Das heißt, Hartzer dürfen sich kein Haustier halten, sie müssen das Zeug selber fressen. Für Kinder nicht geeignet, da übersteigt der Dosenpreis den Tagessatz. Ein Festtagsmahl, das man nur in passender Montur einnehmen sollte: mit Santahäubchen und Christgeweih. „Terra Canis – Hausmannskost für Hunde“. Empfohlen von Tierarzt Dr. Bucksch.

Es empfiehlt sich aber, zunächst nur ein Probebüchschen zu ordern, denn der gemeine Hausköter findet in jeder Dose Schappi die fünf eingelegten Erbschen und hinterlässt sie angeekelt im Napf. Löwenzahn konsumiert er nur, wenn ihm eh schon speiübel ist. Er hat Gespür für Perversionen. Das unterscheidet ihn von den Herstellermetzgern und Dr. Bucksch.

Übrigens: Wenn schon Ökologie und Nachhaltigkeit bei der Haustierfütterung, dann auch die Bestattung im artgerecht gefalteten Pappsarg. „Eines Tages stellt sich die Frage: ‚Was soll mit meinem verstorbenen Tier geschehen?’ Vom Tierarzt gelangt das Tier, sofern Sie keine Bestattung wünschen, zusammen mit Schlachtabfällen in die Tierbeseitigungsanstalt. Dort wird das Haustier mechanisch zerkleinert, erhitzt und zu Tiermehl oder technischen Schmierstoffen verarbeitet.“ (Thüpack-Onlineshop).

Wer würde da nicht den qualitativ und hochwertigen (Deutsche Qualitätsware), faltbaren und platzsparenden, sekundenschnell aufgebauten Pappsarg bestellen, aus zu 100% biologisch abbaubarer, Umwelt schonender Kartonage, im würdevollen Design, und das alles ab 4,49 € ? (tiersarg-billiger.de)

Nachtrag: Kartonfritze hat auch Spezialsärge für andere Einsatzzwecke wie Kolibris, Schlangen und Turnierkrokodile im Angebot.

Es gibt Tage, da wünscht‘ ich, ich wär’ mein Hund (Reinhard Mey).

Verfasst von: vomhoellenhund | 03/01/2012

Ilsebill, 178

Nehmt Euch in Acht vorm großen Weib im silberreihergrauen Glitzerkleid. Ilsebillen, allesamt.

Links, das ist die Ilsebill Guttenberg. 178. Eingewickelt in ihr mattgrauglänzendes Schnürkleid. Ihr Mann hatte zwar viel, ein Schloss und auch Geld und viele Kleider, aber nicht, was heute am höchsten zählt: Bildung. So sagte Ilsebill zu ihm: Guttilein, mach mir doch den Doktor. Gutti konnte das zwar nicht, aber er wusste, wie’s geht. Plagiat. Abtritt. – Ilsebill hatte sich übersalzt.

In der Mitte ist zu sehen Ilsebill Wulff. 180. In ihrem glänzendsilbrigen Überwurf. Ihr Mann würde ihr gern noch mehr geben, als er hat, ein Häuschen, eine Reise ins Seebad, vielleicht ein Handy. So sagt er zu Ilsebill: Hör zu, ich mach uns ein paar Reiche zu Freunden – oder umgekehrt – und ich mach dir auch den Präsidenten. Keine Affäre. Dafür Affären. Abtritt. Ilsebill wollte zu viel Salz.

Rechts steht Joachim Gauck. 180. Neben ihm, im reihersilbernen Garrottenkleid, Ilsebill Ferres. 178. Gauck dennoch überragend. Die Linke liegt schon verräterisch auf Gaucks Schulter. Was hat sie mit ihm vor ? Will sie ihn bezirzen und dann in den Abtritt stürzen ? Braucht sie was Spirituelles ? Mach mir den Prediger.

Wird Gauck das gleiche Schicksal treffen wie Wulff und Guttenberg ? Das Schicksal in Form des großen Weibes im silberreihergrauen Kleid ? Doch hier liegen die Verhältnisse etwas verwickelter. Gauck hat schon eine Frau. Genauer: zwei Frauen: Frau und Freundin. Will sich Ilsebill dazwischendrängen ? “Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird.” Sagt Opa Gaga (bürgerl. Norbert Geis). Weiß er mehr ? Hat er Erfahrungen und Angriffsflächen, die ihm den Verstand geraubt haben ? Will er selbst angreifen ? Was die Sache noch delikater macht: Auch Ilsebill Ferres ist schon liiert. Mit Carsten Maschmeyer. Rechts im Bild, er will aber nicht gesehen werden. Aber hatte dieser Maschmeyer nicht auch was mit dem Wulff ?

Es ist jedenfalls zu hoffen, dass Ilsebill 3 nicht hinter ihren Schwestern im Samte zurücksteht. Schnell, Ilsebill, salz nach! Wir wollen nicht wieder zwei Jahre auf den Abtritt warten. Haltet die Augen auf. Vorm großen Weib im silberreihergrauen Kleid.

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